Das Quetschkommödeli, das ich spiele, ist ein chromatisches Schwyzerörgeli der Marke Excelsior.
Es ist aus Walnuss-Holz gebaut und hat vier zickzack-linienförmige eingelassene Intarsien-Bänder rund um den Korpus. An den Ecken ist der Korpus mit Chromstahl-Winkeln gegen Schläge geschützt.
Der Balg ist aus dunkelgrünem Karton. Übersät mit kleinen, dunkelgoldenen, aufgedruckten Tüpfli und Stärndli. Die Aussenkanten des Balges sind mit dunkelbraunen und an den Ecken roten Lederstreifen verstärkt.
Einen der zwei Tragriemen habe ich entfernt und benütze es dadurch wie ein traditionelles Schwyzerörgeli.
Als Schemeli habe ich eine kubanische Zigarrenschachtel gefunden, die in der Grösse ideal zu meiner Beinlänge passt.
Da die Firma Excelsior keinerlei Beschriftung oder Nummerierung angebracht hat, habe ich selber die Bezeichnungen: EXCELSIOR, HAMMERBALG und JOHANNES mit silberfunkelnden Plastikbuchstaben aufgeklebt.
Die Spielseite beginnt mit dem tiefen Cis und endet, über etwas mehr als drei Oktaven und 42 Knöpfe, auf dem hohen Fis. Diese Berechnung gilt aber nur für drei der fünf vorhandenen Knopfreihen. Es kommen also noch 28 Knöpfe dazu, die aber schon vorhandene Töne nochmals erklingen lassen.
Zur Auswahl habe ich 82 Bassknöpfe. 33 Knöpfe sind Grundtöne, wobei das Spekrum der Töne innerhalb einer Oktave liegt, und die Akkordknöpfe teilen sich auf in 16 Dur-, 17 Moll- und 16 Septim-Akkorde.
Da ich bis jetzt noch nie ein Örgeli von innen gesehen habe, kann ich weder technische noch mechanische Angaben zu diesem chromatischen Schwyzerörgeli machen. Ausser, dass es mein Vater im Jahre 1984 für 4200.- Fr. in Wiesendangen bei Winterthur gekauft und es mir, kaum gebraucht, im Jahre 2005 geschenkt hat.
Interessantes zur Geschichte der Firma Excelsior findet man unter: excelsior-akkordeons.de